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28 September 2018

Powerranking FLA 2018 Playoffs

Written by Cons #11, Posted in FLA

Powerranking FLA 2018 Playoffs

Das letzte Power Ranking der Saison schätzt die Chancen der Teams auf Titel und Edelmetall. Sechs wackere Teams sind über geblieben, eines muss absteigen. Am Ende gewinnt wie immer der, der am Tag X seine Leistung optimal abruft und das nötige Glück im Gepäck mit dabei hat.

 

1. Klosterneuburg Indians

Die ‚Perfect Season‘ ist vorbei, die erste Niederlage nach rund drei Jahren setzte es am letzten Grunddurchgangsspieltag. Somit kann man sich jetzt in Klosterneuburg den wichtigen Dingen zuwenden: der Titelverteidigung. Man ist Topfavorit und diese Rolle seit Jahren gewohnt. Wenngleich es dieses Jahr immer wieder mal eng wurde, blieb man fast immer auf der Siegerstraße. Den vermeintlichen ersten Herausforderer hat man trotz zwischenzeitlichem Schwitzen am Ende geschlagen und dass man zweimal gegen das gleiche Team verliert ist eher unwahrscheinlich. Kurz um, bei den Buchmachern würde man wohl kaum Geld für den Titel bekommen und definitiv keines wenn man auf eine Medaille setzt.

Titelquote: 1,05:1

Medaillenquote: n/v

 

2. Vienna Constables

Auch die Constables haben dieses Jahr gezeigt, dass sie ganz oben angekommen sind und ihre Spiele gewinnen - ausgenommen natürlich jene, gegen die Indians (die Niederlage gegen die Studs mit 3rd String QB lassen wir mal außen vor). Doch die Konkurrenz schläft nicht und ist vor allem im September so richtig in Schwung gekommen. Vor allem die Studs als potentiell wahrscheinlichster Halbfinalgegner haben richtig zugelegt. Trotz eindrucksvollen Offensivstatistiken heißt es auch im Playoff für die Cons Play by Play die PS auf die Straße zu bringen. Als fixer Halbfinalstarter ist eine Medaille naturgemäß das Mindestziel, jedoch wollen die Cons dieses Jahr den großen Sprung an die Spitze schaffen.

Titelquote: 3:1

Medaillenquote: 3:2

 

3. Styrian Studs

Die Studs haben nach durchwachsenem Start einen ordentlichen Zielsprint hingelegt und sich noch den dritten Platz geholt, was den vermeintlich leichteren Wild Card Gegner bringt. Als Stammgast in den Playoffs haben sie jahrelange Erfahrung gegenüber den erstmalig Postseason Luft schnappenden Honeybees. Alles andere als das Halbfinale wäre für die Steirer sicher eine Enttäuschung. Doch dann würde man auf die Cons treffen, die man zumindest ohne deren Starting QB dieses Jahr schon geschlagen hat. Für die Studs spricht die Gewinnermentalität, „wenn’s um was geht.“ Nicht umsonst sind sie das einzige Team, dass seit seinem bestehen jedes Jahr eine Medaille gewonnen hat. Sollte es also im Halbfinale nicht reichen, hat man immer noch Bronze vor Augen. An einem Tag Cons und dann womöglich auch noch Indians zu schlagen, dafür müssten die Studs das Glück dann schon wohl in großen Koffern über den Wechsel mitbringen…

Titelquote: 7:1

Medaillenquote: 4:1

 

4. Vienna Vipers

Wenn man nach einer gefühlten Ewigkeit als erstes Team die Indians schlagt, hat man wohl den Anspruch bei der Titelvergabe ein kleines Wort mitzureden. Jedoch haben die Vipers keinen leichten Weg vor sich. Konzentriert man sich zu früh auf größere Aufgaben, kann man im Wild Card Spiel auch schnell einmal ausrutschen. Trotzdem ist mit den Vipers zu rechnen, die sich dieses Jahr toll verstärkt haben und immer gefährlich sind. Jetzt heißt es aber unter Druck drei starke Spiele hintereinander zu liefern, woran es noch etwas gehapert hat. Mit den Saints hat man gleich einmal einen unangenehmen Gegner vor sich, wo sich die Quote 50:50 anbietet, vielleicht aufgrund der Tendenzkurve 55:45 pro Vipers. Dann wären im Halbfinale die Indians noch einmal zu schlagen, die aber jedenfalls ganz anders auftreten werden als bei der Niederlage. Schließlich müsste man dann noch einmal das A-Game bringen um im Finale wohl Cons oder Studs zu biegen. Keine leichte Aufgabe. Selbst wenn es aber diesmal noch nicht (ganz) klappt, die Vipers in dieser Formation sind für die nächsten Jahre ein ernsthafter Contender.

Titelquote: 15:1

Medaillienquote: 6:1

 

5. DeLaSalle Saints

Vorweg: Das PR gibt den Saints den schwierigsten Weg zum Titel, immerhin muss man alles schlagen, was Rang und Namen hat. Auf der anderen Seite wäre man damit ein äußerst verdienter Titelträger. Man hat die Vipers zwar zweimal geschlagen, aber irgendwie scheint das Momentum doch bei den Vipers zu sein, die etwas unbekümmerter aufspielen. Die Strebersdorfer hingegen wollen nach dem knappen Aus im letzten Jahr dieses Mal unbedingt (verkrampft??) eine Medaille holen - das könnte im entscheidenden Play ein Hemmnis sein. Aber wie schon oben sieht das PR dieses Wild Card Spiel als Münzwurf, wo es letztlich auf die Tagesform, ein Play oder einen (hoffentlich keinen) Referee Call ankommen wird. Die Frage für beide Teams ist dann nach einem solchen kräftezehrenden Spiel, wie viel Energie noch für einen Angriff auf die Indians bleibt, auf die man sich ja auch top vorbereiten muss. Und auch dann müssten die Saints ja noch eine Finale bestreiten. Ungünstige Vorzeichen für Gold in jedem Fall. Für Bronze „reicht“ es einmal die Hürde Indians zu nehmen und sich nach einer Halbfinalniederlage noch mal zu motivieren - nicht ganz so unwahrscheinlich…

Titelquote: 16:1

Medaillienquote: 13:2

 

6. Honeybees

Der Aufsteiger überrascht (wieder einmal) das Power Ranking. Als letzter gestartet, nunmehr Playoffs. Und so sehr man diese Cinderella-Stories mag, hier wird aber wohl Endstation sein. Selbst wenn man die Studs schlagen sollte, würden auf dem Weg zum Titel noch Indians und wahrscheinlich Cons stehen, gegen die man dieses Jahr keinen Stich machen konnte. Einziger Vorteil in jedem Spiel ist natürlich die Außenseiterrolle und das befreite Aufspielen, weil man nichts zu verlieren hat. Die „Keys“ zum Sieg sind daher: Spiel so lang wie möglich offen halten und auf Nervosität und Fehler beim Gegner hoffen. Das Coaching ist zwar besser als bei vielen anderen Teams, aber irgendwo hat ein Kader dann sein Maximum erreicht. Das PR ist skeptisch, lässt sich aber gerne noch einmal eines besseren belehren.

Titelquote: 80:1

Medaillienquote: 60:1

 

——

 

7. Graz Panthers

Das Power Ranking erinnert sich gar nicht an die letzten Playoffs ohne die Grazer. Dieses Jahr sollte (wollte) es aber nicht so recht klappen. Es gab zwar immer wieder starke Auftritte, aber insgesamt zu unkonstant und jedenfalls in den entscheidenden Momenten nicht auf der Höhe. So geht es in eine verfrühte Winterpause, in der man genug Zeit hat sich neu aufzustellen und die Hebel anzusetzen. Die Qualität ist sicher da und die Erfahrung kann auch nicht das Problem sein. Vielleicht brauchte man nur eine Frustration um wieder hungrig zu werden.

 

8. Steelsharks Traun

Ob die Haie mit ihrer Saison zufrieden sind, weiß das PR zwar nicht, aber bis zum letzten Spieltag noch (theoretische) Chancen auf den Finaltag und relativ früh nichts mit dem Abstieg zu tun haben, klingt objektiv einmal gar nicht schlecht für die Oberösterreicher. Natürlich würde man sich auch dort wieder einmal über eine Playoffteilnahme freuen, aber dafür muss es für die Trauner aus Sicht des PR dann schon überdurchschnittlich laufen, was man so nicht erwarten darf. Trotzdem, es bleibt ein nächstes Jahr, in dem man wieder alles versuchen kann.

 

9. Vienna Spartans

Die Spartans haben sich rechtzeitig mit neuem QB verstärkt und dann ihre Chancen genutzt um sich dem fixen Abstieg zu entziehen. Nach schwachem Start ist der Umschwung gelungen. Dem Vernehmen nach ist das Interesse in der FLA 2 die Spartans zu einem Relegationsspiel zu fordern allgemein eher gering, sodass man sich da vielleicht schon etwas entspannen kann. Sollte es zu einem „Winner takes it all“ Spiel kommen, sind die Spartans aber sicher qualitativ gut aufgestellt um sich die Teilnahme and er FLA auch für nächstes Jahr zu erspielen.

 

10. Barracudas

Das Abenteuer FLA ist vorerst einmal vorbei. Der Verlust des Top-Receivers war dann letztlich doch deutlich spürbar. Und die wenigen Chancen wurden nicht genutzt. Dass man in vielen Spielen doch mitdabei war, zeigt aber, dass man das Zeug hat in der FLA 2 direkt wieder oben mitzuspielen, sofern man den ersten Frust ablegt und sich der neuen Aufgabe stellt. Ein sofortiger Wiederaufstieg wäre zumindest für das PR keine große Überraschung.

07 August 2018

Powerranking FLA 2018 Week 4 & 5

Written by Cons #11, Posted in FLA

Powerranking FLA 2018 Week 4 & 5

Vor dem Sommer trennt sich im Normalfall die Spreu vom Weizen - doch dieses Jahr muss man auf die Playoff-Teams mit Sicherheit bis zum letzten Spieltag warten. Ganz vorne hat sich jedoch ein alter Bekannter wieder in die Poleposition gebracht.


 1. (2.) Klosterneuburg Indians

Der regierende Meister ist weiterhin ungeschlagen. Sie müssen kämpfen und es sind enge Spiele geworden, aber sie schaffen es letztlich doch immer als Sieger vom Platz zu gehen - das Glück des Tüchtigen möchte man meinen. Durch den Sieg gegen die Cons winkt erneut der Gewinn des Grunddurchgangs, aber in den Playoffs braucht es nur ein, zwei Unachtsamkeiten um die Saison zu beenden und dieses Jahr scheinen die Indians nicht unbedingt über jeden Zweifel erhaben.

2. (1.) Vienna Constables

Bei den Constables hat es zu Saisonbeginn etwas besser ausgesehen, aber bei 15 Spielen kann man nicht in jedem Play glänzen. Auch die Cons gewinnen grundsätzlich ihre Spiele (auch gegen die Studs musste man sich mit dem 3rd-String-QB erst im letzten Drive geschlagen geben). Gegen die Indians hat es aber erneut nicht gereicht - aber die Chancen waren da, wurden nicht genutzt. Das könnte sich beim nächsten Aufeinandertreffen schon wieder ändern. Die Bye-Week wurde jedenfalls fixiert.

3. (3.) DeLaSalle Saints

Die Saints liegen aktuell gut im Rennen und werden wohl auch am Finaltag in das Geschehen eingreifen. Ganz konsequent haben sie sich abgesetzt und auf einen vorläufig gut abgesicherten dritten Platz manövriert. Doch bei den Strebersdorfern ist es noch keinesfalls ein Selbstläufer, jedes Spiel muss konzentriert gespielt werden, sonst passieren Ausrutscher wie das Unentschieden gegen die Barracudas. Die Konstanz fehlt daher noch etwas, was im Hinblick auf die Playoffs nicht unbedingt ein gutes Zeichen ist.

4. (4) Graz Panthers

Auch wenn die Panthers in der Tabelle hinter dem anderen steirischen Team klassieren, sind sie für das PR aktuell das stärkere Team. Gegen Indians und Cons könnte man bei ein wenig Glück statt 0-2 auch 2-0 sein. So ist man mittendrin im Playoffkampf. Das PR ist sich aber sicher, die Grazer werden sich ein Wildcard-Ticket holen, sofern sie nicht nervös werden und zu zweifeln beginnen. Sie müssen nun ruhig die letzten Spiele bestreiten und ihre Stärken auf den Platz bringen.

5. (4) Styrian Studs

Gegen die Cons konnte man einen Sieg entführen - es könnte ein wichtiger sein im Kampf um die Playoffs. Der Rest ist gut, aber hat noch etwas von Wundertüte: Einmal so, dann wieder anders. Wie für alle anderen Teams heißt es natürlich auch für die Studs, dass sie die direkten Duelle gegen die Konkurrenz gewinnen müssen. Die Erfahrung und der Kampfgeist steht auf Seiten der Steirer und wird aus Sicht des PR den entscheidenden Vorteil beim Verteilen der Wildcard-Plätze sein.

6. (4) Vienna Vipers

Auf die Tabelle sollte man bei den Vipers über den Sommer weniger schauen. Aber es ist noch nicht aller Tage Abend und die Vipers haben bewiesen, dass sie Playoffmaterial sind. Es wird ein Fotofinish, aber sie haben es selbst in der Hand. Zieht man Indians und Barracudas ab (nach dem Papier wohl 1-1), so spielt man gegen alle direkten Kontrahenten im September noch einmal, wobei da jedes Spiel für sich fast schon ein Ausscheidungsspiel ist, wenngleich man sich aufgrund des restlichen Schedules vielleicht sogar noch eine Niederlage erlauben darf. Bleibt für die Vipers zu hoffen das ihr QB positiv gestimmt von der WM mit dem Nationalteam retour kommt.

7. ex aequo (4) Steelsharks Traun und (4) Honeybees

Die Honeybees halten sich tapfer in der oberen Tabellenhälfte. Die schweren Spiele kommen aber jetzt erst, der Druck steigt, je länger man im Kampf um die Playoffplätze gut dabei ist. Die Sharks hingegen sind „Endspiel“-erfahren und konnten hier in den letzten Jahren immer wieder ihren Kopf aus der Schlinge ziehen. Dieses Jahr geht es nicht um den Abstieg, sondern hat wieder die Chance in der Wildcard-Runde dabei zu sein - vielleicht kann die Erfahrung hier helfen um die entscheidenden Siege einzufahren. Am direkten Duell am kommenden Spieltag hängt jedenfalls schon sehr viel. Der Sieger hält auch den Tiebreaker (erstes Spiel war ein Unentschieden), was am Ende den Unterschied ausmachen könnte.

9. (9) Vienna Spartans

Die Spartans haben ihre Spiele zumeist gut gestaltet, zuletzt kamen auch die kleinen Erfolgserlebnisse hinzu und man kann die meisten Gegner zumindest ärgern. Das direkte Duell gegen die Barracudas ging zwar knapp verloren, aber die Spielstärke überzeugte im Augentest dann doch mehr als beim Konkurrenten im Abstiegskampf. Der Nachteil des Tiebreakers ist aber nicht zu unterschätzen, jedoch hat man noch drei Spiele mehr um Punkte zu sammeln und dann am letzten Spieltag mit einem Sieg (2+ Punkte) den neunten Platz abzusichern.

10. (9) Barracudas

Auch bei den Barracudas zeigt die Formkurve leicht nach oben, aber eben nur leicht. Und das reicht derzeit in der FLA nicht um große Sprünge zu machen. Ja, das Duell gegen die Spartans wurde gewonnen, der Rest war aber dann eher ernüchternd. Vorerst kann man nur zusehen um dann am letzten Spieltag zu hoffen, dass man ein Finale gegen die Spartans bekommt, bei dem dann möglicherweise wegen des Tiebreakers sogar ein Unentschieden reichen könnte.

05 July 2018

Powerranking FLA 2018 Week 3

Written by Cons #11, Posted in FLA

Powerranking FLA 2018 Week 3

Die meisten Teams haben nun die Hälfte der insgesamt 18 Spiele absolviert und die Tabelle nimmt langsam Form an. Die Formkurve  hingegen zeigt nicht bei allen Teams in die richtige Richtung und bei manchen ist diese mehr auf und ab als Kurve…

1. (1) Vienna Constables

Die zwei erwarteten Siege wurden souverän eingefahren und auch das dritte Spiel letztlich gewonnen, wobei man hier aber zu kämpfen hatte. Solange die Offense nicht aufhört zu scoren, werden die Cons wenig Probleme haben, doch das Saints-Spiel zeigte deutlich, dass die Balance zwischen den Unitteilen noch nicht optimal ist. 

2. (2) Klosterneuburg Indians

Auch der Meister erfüllt seine Aufgaben problemlos. Das Prunkstück in Klosterneuburg ist aber nach wie vor die Defense, die kaum Punkte zulässt (nicht dass die Offense wenig Punkte machen würde). Es ist nicht zu erwarten, dass die Indians die beiden „Nachholspiele“ verlieren werden, sodass es ziemlich sicher auf das erste direkte Duell hinauslaufen wird, wenn man den Topspot wieder haben möchte. Man darf gespannt sein.

3. (3) DeLaSalle Saints

Das PR lag vor Saisonbeginn wohl doch nicht so daneben - lediglich in Woche 1 scheiterten die Saints etwas an ihren Erwartungen. Seitdem zeigte man starke Leistungen und konnte auch den Cons ordentlich zusetzen. Dass es am Ende nicht ganz reichte, ist möglicherweise der Tatsache zuzuschreiben, dass man in dieser Situation noch nicht war und daher die Erfahrung etwas fehlte. Die Offense braucht sich jedenfalls nicht zu verstecken und bei dieser Leistung wird man wohl als 3-Seed in die Playoffs gehen.

4. ex aquo Graz Panthers / Styrian Studs / Vienna Vipers / Honeybees / Steelsharks Traun

Wen soll man hier über den anderen stellen? Kaum argumentierbar. Vom Gefühl her sind die Panthers eine Spur vorne, dann aber bringen sie es nur auf ein Unentschieden gegen die Studs, welche ihrerseits große Probleme gegen die Barracudas hatten und auch gegen die Honeybees nur ein, zwei Plays von einer Niederlage entfernt sind. Letztere teilen sich gleich die Punkte mit den Steelsharks, die wiederum die Vipers um einen Punkt schlagen. Im Mix mit den ersten zwei Spieltagen ergibt das eine Gruppe, in der jeden jeden schlagen und somit auch gegen jeden verlieren kann: Hallo Tagesform! Problem hier ist, dass sich fünf Teams sehr wahrscheinlich um drei Playoffplätze streiten werden. Es heißt hier also für alle Beteiligten, die PS endlich auf die Straße zu bekommen und die direkten Duelle für sich zu entscheiden. Das PR betätigt sich mal als Wahrsager und schickt die beiden Steirer in die Postseason, bleibt ein Spot für die restlichen drei. Mal sehen…

9. (9) ex aequo Barracudas und Vienna Spartans

Auch hier macht es sich das PR nicht unbedingt nur einfach, aber die aktuelle Stärke scheint doch sehr ähnlich. Einerseits spielt man enge Spiele, wo man nur um einen Punkt gegen bessere Teams verliert, anderseits setzt es gegen Top 3 Teams doch sehr empfindliche Niederlagen. Neben den direkten Duellen wird es beim Verhindern von Platz 10 sehr darauf ankommen, ob eines der beiden Teams eines dieser knappen Spiele doch einmal fertig spielen und gewinnen kann - derzeit (noch) nicht erkennbar.

23 May 2018

Powerranking FLA 2018 Week 2

Written by Cons #11, Posted in FLA

Powerranking FLA 2018 Week 2

Leider muss die Liga auf das große Gipfeltreffen der zwei Topteams noch etwas warten. Dahinter spielt es sich ordentlich ab und scheinen sich die Teams die Plätze zwischen Platz 3 und 8 nun jeden Spieltag neu aufzuteilen. Auch am unteren Ende dürften sich zwei Mannschaften gefunden haben…


1. (2) Vienna Constables

Nach einer gefühlten Ewigkeit ohne Veränderung auf Platz 1 haben sich die Cons zum ersten Mal den Topspot geschnappt. Die Siege sind überzeugend, die Offense unaufhaltsam und der Verein als Gesamtheit auf dem Vormarsch. Spätestens Mitte Juli kommt es zum Showdown mit dem Titelverteidiger, mal sehen, ob die Cons bis dahin ihre weiße Weste behalten können.

2. (1) Klosterneuburg Indians

Vom Spitzenreiter in die Verfolgerrolle - eine Situationen, die man bei den Indians lange nicht erlebt hat und einige Spieler bis dato gar nicht kennen, da in Klosterneuburg still und leise eine kleine Wachablöse stattgefunden hat. Der Rückfall auf 2 ist nicht unbedingt auf eigene Schwäche zurückzuführen, zumal der Meister seine Spiele nach wie vor gewinnt. Aber die Ergebnisse sind knapper geworden und im Augentest überzeugen sie im Moment nicht mehr so wie früher.

3. (7) DeLaSalle Saints

Der zweite Spieltag verlief schon eher im Sinne der Saints. Es war noch kein richtiges Ausrufezeichen dabei, aber drei Siege bringen die Strebersdorfer wieder zurück auf den Weg. Der Sieg gegen die Studs war noch die leichteste Aufgabe, es folgte ein dramatisches Spiel gegen die Vipers und auch gegen die Steelsharks hätte es klarer sein können. Es wird spannend, welches Gesicht das wahre ist - Week 1 oder Week 2?

4. ex aequo (7) Graz Panthers und (3) Vienna Vipers

Nörgler werden meinen, dass die Grazer die Wiener mit 40:12 geschlagen haben. Das mag stimmen, ohne Starting QB bei den Vipers hat das aber nur bedingt Aussagekraft. Und die Vipers hatten zuvor ihre Hausaufgaben gemacht. Pflichtsieg eingefahren und gegen die Saints nach furiosem Comeback nur um 1 Yard gescheitert. Bleibt zu hoffen, dass QB1 bald zurück ist. Die Grazer wiederum hatten es im direkten Duell somit leichter als erwartet. Die geschonten Kräfte konnte man dann voll gegen die Indians in die Waagschale werfen - gereicht hat es zwar nicht, aber die one-score-Niederlage war so vor dem Spieltag auch nicht unbedingt abzusehen. Die Formkurve zeigt also wieder nach oben. Wird spannend!

6. ex aequo (4) Styrian Studs und (5) Honeybees

Die Studs stehen mit 2-4 etwas in der Kreide und müssen langsam ihre Spiel gewinnen um im Rennen ums Playoff zu bleiben. Das Leistungspotential wäre da, es wird nur nicht konstant abgerufen, zu viele Fehler schleichen sich immer wieder ein - so wird es schwierig, aber keinesfalls unmöglich. Die Honeybees wiederum wurden relativ unsanft von den Top 2 auf den Boden geholt, was aber nicht unbedingt überraschend war. Der deutliche Sieg gegen die Barracudas zeigt aber, dass man mit dem Abstieg nichts zu tun haben will (wird).

8. (8) Steelsharks Traun

Ein bitterer Spieltag für die Haie. Knappe Niederlagen (-1 v Studs, -6 v Saints) und auch nur 10 Punkte auf die Indians - da war mehr drin. Zumindest ein Sieg hätte es schon sein können. Derzeit ist man nicht so schlecht aufgestellt, aber natürlich muss kurzfristig jetzt der eine oder andere Sieg dazu kommen, denn auch knappe Niederlagen sind nun mal Niederlagen.

9. ex aequo (9) Barracudas und (10) Vienna Spartans

Die Spartans hatten spielfrei, trotzdem: Bei beiden Teams kommt nicht unbedingt das Gefühl auf, dass es gegen die ersten acht zu einem Sieg reichen könnte. Offense zu ineffizient, Defense zu fehleranfällig. Die Abgänge sind ganz klar schwer zu verkraften und noch nicht überwunden. Bis zum direkten Aufeinandertreffen Mitte Juli ist noch etwas Zeit, da sollte man zwischendurch alles versuchen um sich einen Vorteil im Sinne eines Überraschungssieges zu sichern.

14 May 2018

Powerranking FLA 2018 Week 1

Written by Cons #11, Posted in FLA

Powerranking FLA 2018 Week 1

Boom! Schon die erste Woche schlug ordentlich ein und wirbelte einiges durcheinander. Es war zwar erst ein Gameday, aber Tendenzen lassen sich hier schon erkennen, wenngleich es natürlich noch genug Spiele gibt um in Form zu kommen - oder diese zu verlieren…


 1. (1) Klosterneuburg Indians

Im Zweifel für den Angeklagten, oder so ähnlich. Überzeugend schaut anders aus, aber aufgrund der Vergangenheit hat der Meister etwas Kredit. Und es spricht für die Indians, dass sie trotz einigen verletzungsbedingten Ausfällen gewinnen. Trotzdem, es liegt auf der Hand, dass sich der Cupsieger keine Fehler leisten darf, denn es gibt einige Teams, die hier schon ganz nah dran sind.

2. (2) Vienna Constables

Wie beim Cup zeigte die grüne Offensivabteilung auch am ersten Spieltag, dass man in der Lage ist ohne Ende zu punkten, zumal man bei drei Interceptions sogar noch Luft nach oben hat. Wenn - wie in den Spielen 2 und 3 - dann auch die Defense gut aufgelegt ist, wird es für jeden Gegner äußerst schwierig. Es wird interessant, ob die Cons diese Leistung konstant über die Saison bringen können.

3. (6) Vienna Vipers

An Talent mangelte es bei den Vipers eigentlich nie. Die Tiefe und Konstanz waren eher die Baustellen. Diese wurden nunmehr zumindest einmal beim Saisonauftakt gut abgearbeitet. Die Offense ist in Spiellaune und auch die Defense wirkt tough. Nur eine zugelassene 2-Point-Conversion in den Schlusssekunden gegen die Cons entfernt von drei Siegen spricht ganz klar dafür, dass mit den Vipers dieses Jahr zu rechnen ist, zumal die direkten Gegner Studs und Honeybees deutlich in die Schranken verwiesen wurden.

4. (4) Styrian Studs

Dass Tabelle nicht PR sein muss, liegt bei den Steirern auf der Hand. Eine äußerst enge Niederlage gegen die Indians weist durchaus Spielstärke aus. Die klare Niederlage gegen die Vipers sollte da schon mehr Sorgenfalten bereiten (vlt. auch der knappe Sieg gegen die Barracudas!?), aber bei der Erfahrung der bzw. auch mit den Studs wird man sich im Normalfall beruhigt zurücklegen können. Niederlagen gegen starke Gegner werden bei ihnen nicht das Problem im Kampf ums Playoff sein.

5. (10) Honeybees

Eine schöne Momentaufnahme für den Aufsteiger. Das PR wollte den Beweis und die Bienen haben geliefert. Deutlicher Sieg gegen die Spartans um sich einmal von einem Abstiegsplatz zu distanzieren, deutliche Niederlage gegen die erstarkten Vipers als Grenze nach oben und dann noch die Überraschung gegen die Saints. Die Saison ist lang, aber der erste Schritt Richtung Cinderella ist getan.

6. (7) Steelsharks Traun

Etwas unter dem Radar der restlichen Resultate fuhren die Steelsharks mit zwei Siegen im Gepäck heim nach Oberösterreich. Pessimisten mögen darauf hinweisen, dass diese gegen zwei potentielle Abstiegskandidaten erfolgt sind, aber auch solche Spiele muss man bekanntlich erst einmal gewinnen. Zudem eine Ein-Punkt-Niederlage im Shootout gegen die Panthers - die Trauner scheinen verbessert zum Vorjahr am Start zu sein.

7. ex aequo (5) Graz Panthers und (3) DeLaSalle Saints

Die Vorschusslorbeeren für die Saints kamen vielleicht etwas früh. Aber bei beiden Teams kam dem PR an Tag 1 der gleiche Gedanke: eigene Identität noch nicht gefunden. Es waren jeweils nicht unbedingt die Niederlagen selbst, die auffielen, sondern die Art und Weise wie diese zu Stande kamen, wobei die Strebersdorfer gegen den Aufsteiger offenbar das gleiche Schicksal erlitten, wo sie zuletzt noch auf der anderen Seite standen - Stichwort „als Favorit spielt sich’s anders“. Die Grazer wiederum fanden sich schon früh mit der Niederlage ab und knappe Spiele können auch in die andere Richtung ausgehen. Bleibt abzuwarten, wie sich beide Teams bei ihren zweiten Auftritten präsentieren werden.

9. (9) Barracudas

Dass es gegen die #1 nichts zu holen gab, ist naturgemäß nicht überraschend. Man sollte sich hier eher das Positive aus den beiden anderen Spielen vor Augen halten, wo es zwar ebenfalls Niederlagen gab, aber das Ergebnis deutlich mehr Hoffnung für die Zukunft macht. Jedenfalls wirken die Raubfische auf den ersten Blick erheblich stärker als die ebenfalls sieglosen Spartans. Die direkten Duelle werden wohl die Entscheidungsspiele sein und wenn man sonst was mitnehmen kann, auch gut.

10. (8) Vienna Spartans

Spartans, Vikings, Spielgemeinschaft hin oder her. Am Ende des Tages zählt das, was in der Spalte unter dem S steht. Und auch zwischen den Zeilen oder Spalten lässt sich kaum was gutes nach dem ersten Auftritt finden. Nach der klaren Schlappe gegen die Honeybees müssen alle Alarmglocken schrillen. Ein 20-27 gegen die Saints wäre vor dem Spieltag vielleicht sogar als Erfolg zu werten gewesen, aber die Leistung der Saints war in Woche 1 ebenfalls nicht ruhmreich. Ohne etatmäßigen Quarterback ist in der FLA nichts zu gewinnen, das zeigt sich auch hier - wenn dann auch noch der beste Receiver ausfällt, weil er QB spielen muss, dann kann es eine ganz lange Saison werden…

01 May 2018

Powerranking FLA 2018 Pre-Week 1

Written by Cons #11, Posted in FLA

Powerranking FLA 2018 Pre-Week 1

Ein neues Jahr, ein neues Power Ranking. Und die Hoffnung, dass an erster Stelle dieses Jahr auch einmal jemand anderer als der Dauergast an dieser Position steht. Vor Saisonstart führt an den Indians als frischgebackener Cupsieger aber nichts vorbei.


1. Klosterneuburg Indians

Nach zwei ungeschlagenen Meisterschaftssaisonen in Folge strebt man in Klosterneuburg wohl den Hattrick an. Nachdem es international bei der Championsbowl im Vorjahr einen deutlichen Dämpfer gegeben hat, konzentriert man sich bei den Indians wohl einmal mehr auf die FLA. Doch der Topfavorit hat dieses Jahr wohl einen scharfen Konkurrenten und schon der Cuptitel war nicht so ein Selbstläufer wie in den letzten Jahren.

2. Vienna Constables

Die Cons haben zuletzt beim Cup deutlich aufgezeigt und ihre Ambitionen auf den Topspot unterstrichen. Wie die Indians nicht in Topbesetzung hat man diese bis zur letzten Minute gefordert und zuvor die Studs - immerhin letztjähriger Dritter - klar in die Schranken gewiesen. Nach dem Vizemeistertitel scheint man hier Blut geleckt zu haben und mit gezielten Verstärkungen zum Angriff zu blasen.

3. DeLaSalle Saints

In Strebersdorf wird seit Jahren konsequent gearbeitet. Die Vorschusslorbeeren des PR gibt es vor allem auch, weil man mit Holly Kellner nicht nur den Damen Nationalteam Offense Coach, sondern mit ihm auch einen soliden Ballverteiler under center hat. Das Halbfinale ist somit mehr als realistisch - für ganz oben wird es aber aufgrund der individuellen Klasse in den vorgenannten Teams eher eng.

4. Styrian Studs

Zum ersten Mal seit Vereinsgründung keine Medaille? Könnte dieses Jahr passieren. Beim Cup wurde man vielleicht etwas am falschen Fuss erwischt und musste neben einer empfindlichen Niederlage gegen die Cons auch gegen die USI Panthers ordentlich kämpfen. Gegen die Studs wettet das PR zwar ungern, aber der Umbruch seit dem Philipp Pölzl Abgang scheint noch immer nicht abgeschlossen - es scheint so, als wäre man in der Steiermark noch auf der Suche nach einer neuen Identität.

5. Graz Panthers

Als Dauer-Semifinalist der letzten Jahre wäre es bei den Panthers wohl eine Enttäuschung, wenn in der Wild Card Runde Endstation wäre. Es hängt wohl hauptsächlich daran, wie der Kader nun tatsächlich aufgestellt ist und die Offense Punkte aufs Board bringen kann. Ohne Playmaker könnte es ein schwieriges Jahr für die Grazer werden. Pluspunkt ist jedenfalls ein massives Know-How und die Fähigkeit aus den bestehenden Möglichkeiten das Optimum herauszuholen, so könnte man den ein oder anderen Abgang durchaus kaschieren können.

6. Vienna Vipers

Inzwischen sind die jungen wilden Vipers auch schon länger dabei. Talent und Erfahrung sind vorhanden, doch scheinen Fokus und Komittment bisweilen zu fehlen. Sollte man sich hier neu aufstellen und die Sache etwas ernster angehen könnten zumindest die Playoffs herausschauen; insbesondere wenn man sich vielleicht auch noch mit dem einen oder anderen Spieler aus dem Umfeld verstärkt. Es hängt natürlich auch viel am QB - welche Richtung wird der Spielmacher des Nationalteams einschlagen?

7. Steelsharks Traun

In Oberösterreich hat man das „Gerade-nicht-absteigen“ in den letzten Spielzeiten mehr oder weniger perfektioniert - immer wieder konnte man den Abstieg bzw. die Relegation selbst knapp aber doch verhindern. Das PR sieht dieses Jahr zumindest drei Teams schwächer, sodass man in Traun vielleicht nicht bis zum letzten Spieltag zittern muss. Um es wie direkt nach dem Aufstieg wieder einmal in die Postseason zu schaffen, müsste die Offense wohl eine fast unmenschliche Leistung bringen.

8. Vienna Spartans

Wenn der QB weg ist, hat dies zumeist keine guten Auswirkungen. Gute Spielmacher sind nicht an jeder Ecke zu finden, so gesehen schmerzt der Abgang wohl jedenfalls. Schon Ende der letzten Saison ging nach furiosem Start die Luft aus. Bleibt zu befürchten, dass es ohne einen solchen eine ganz schwierige Saison für die Spartans wird. Entscheidend wird naturgemäß sein, wie man auf der Position des Quaterbacks aufgestellt sein wird.

9. Barracudas

Bei den Raubfischen hat sich nach dem ersten tollen Jahr in der FLA letztes Jahr die große Ernüchterung eingestellt. Die Relegation wurde zwar gemeistert, es ist aber ein Spiel mit dem Feuer - an einem Spieltag kann bekanntlich vieles schief gehen. Zumindest ein massiver Abgang macht die neue Saison nicht leichter. Es wird darauf ankommen, wie man gegen die direkten Konkurrenten punktet um sich eventuell eine erneute Auf-/Abstiegsrunde zu ersparen.

10. Honeybees

Der Aufsteiger auf dem letzten Platz. Das PR ist seit Jahren sehr skeptisch wenn es um Liganeulinge geht. Und das wider besseren Wissens. In der Vergangenheit überraschten die Rookies in ihrer Debütsaison eigentlich doch immer mit erstaunlicher Regelmäßigkeit. Trotzdem steht für das PR fest: Die Honeybees müssen sich erst einmal beweisen. Beim Cup hat das in Ansätzen zumindest schon ganz gut ausgesehen…

04 October 2017

POWER RANKING FLA 2017 PRE-FLAGBOWL XVII

Written by Cons #11, Posted in FLA

POWER RANKING FLA 2017 PRE-FLAGBOWL XVII

Das PR wagt sich als Orakel für das Saisonhighlight und schätzt die Chancen der sechs Teams bei der Flag Bowl XVII ein. Spoiler Alert: Der Titelverteidiger steht ganz oben auf der Liste.


Klosterneuburg Indians
Der Titelverteidiger hat national seit einer kleinen Ewigkeit kein Spiel mehr verloren. Dass es ausgerechnet eines der beiden Spiele am kommenden Samstag sein soll, scheint auf den ersten Blick eher unwahrscheinlich. Und tatsächlich spricht die Statistik ein klare Sprache. Beste Offense, mit Abstand beste Defense, 18 Siege aus 18 Spielen. Wenn alles normal läuft, wird der dritte Titel in Folge nach Niederösterreich wandern.
Titel-Quote: 1,15
Medaillen-Quote: n/v

Vienna Constables
Die Wiener haben eine konstant gute Regular Season gespielt und sich als erster Herausforderer der Indians präsentiert. In der Tat haben sie im Cup auch als einziges nationales Team seit zwei Jahren nicht gegen diese verloren. Es wird jedoch neben einem guten Gameplan vor allem eine lupenreine Umsetzung brauchen, um die Klosterneuburger zu schlagen. Vorab hat man auch noch ein schwieriges Halbfinale zu spielen. Kann man das Niveau der bisherigen Spiele halten und sogar noch ein Scheibchen nachlegen, dann ist wohl auch der große Coup nicht ausgeschlossen.
Titel-Quote: 3,5
Medaillen-Quote: 1,8

Graz Panthers
Der Vorjahresfinalist war vor Saisonbeginn ein Mitfavorit des PR, was sich dann nicht ganz so herausgestellt hat. Dennoch sind die Grazer seit Jahren ein Top 3 Team und mit einem kleinen Lauf am heimischen Platz ist hier der neuerliche Finaleinzug absolut realistisch. Dennoch muss man einmal das Wildcardspiel überstehen - ein meist nicht ungefährliches Unterfangen, vor allem wenn man mit dem Kopf schon zwei Schritte weiter ist. Finale hin oder her, ein Sieg gegen die Indians scheint derzeit eher fern.
Titel-Quote: 4,5
Medaillen-Quote: 2,1

Styrian Studs
Seit Vereinsgründung haben die Steirer jedes Jahr eine Medaille geholt. Letztes Jahr war es schon knapp, dieses Jahr war der Grunddurchgang noch durchwachsener. Der Umbruch ist voll im Gang bei den Studs. Für einige ist der Finaltag eine neue Erfahrung, was nicht unproblematisch sein kann. Vor dem Halbfinale steht mit den Spartans ein sehr unangenehmer Gegner, wo man maximal 60:40 Favorit ist. Sollte man ins Semifinale kommen, wird sehr wahrscheinlich gegen die Indians nichts zu holen sein. Bleibt möglicherweise wieder „nur“ das Spiel um Bronze als Chance auf Wahrung der Serie.
Titel-Quote: 5,0
Medaillen-Quote: 2,4

Vienna Spartans
Die Spartans waren zu Saisonbeginn die Überraschungsmannschaft der Liga und legten einen ordentlichen Lauf hin. Je länger der Grunddurchgang dauerte, desto mehr ging aber die Luft aus. Die Offense harmonierte zwar durchaus weiter, die Defense ließ jedoch den einen oder anderen Punkt zu viel zu. Gegen die Studs wird es darauf ankommen, dass man ordentlich Punkte macht und in einem Shootout gewinnt, gegen die Indians allenfalls wird es aber nicht reichen.
Titel-Quote: 7,0
Medaillen-Quote: 4,5

DeLaSalle Saints
In Strebersdorf wird man die Flag Bowl Teilnahme schon als Erfolg sehen. Viel mehr wird äußerst schwierig. Mit den Panthers, Constables und wohl Indians müsste man die drei besten Teams des Landes in wenige Stunden schlagen. Da bleibt für Fehler kein Platz und es bedarf auch ein wenig Glück zur richtigen Zeit. In der Wildcardrunde ist immer eine Überraschung drin, viel mehr war in der Vergangenheit aber nicht möglich, sodass man sich bestenfalls im Spiel um Bronze wiederfinden könnte.
Titel-Quote: 7,5
Medaillen-Quote: 4,5

08 September 2017

POWER RANKING FLA 2017 Week 7

Written by Cons #11, Posted in FLA

POWER RANKING FLA 2017 Week 7

Nach der Sommerpause erwacht das PR wieder aus dem Tiefschlaf. Es hat sich einiges getan - auf die Vorplatzierung kann getrost verzichtet werden, denn nur die Zukunft zählt. Diese kommt in Gestalt des letzten Grunddurchgangspieltags früh genug.


1. Klosterneuburg Indians
An die Zeiten, als die Indians noch Regular Season Spiele verloren, erinnert sich das PR schon gar nicht mehr. Zuletzt traten Teams zum Aufeinandertreffen schon gar nicht mehr an. Um den zweiten 18-0 Grunddurchgang in Folge zu verhindern, müsste wohl der letzte Spieltag ersatzlos gestrichen werden, denn am grünen Rasen oder Tisch wird wohl keiner den Titelverteidiger in zwei Wochen schlagen.

2. Vienna Constables
Nun auch schon seit einiger Zeit als erster Indiansverfolger stehen die Constables bereit. Wenngleich der Vorsprung nicht annähernd so groß ist wie der Rückstand auf Platz 1, die Cons gewinnen ihre Spiele - manchmal mit Bauchweh, manchmal souverän und vereinzelt auch erst im letzten Play, aber am Ende steht (meistens) der Sieg. Man profitiert hier auch etwas von der schwächelnden Konkurrenz, aber am Ende des Tages ist Platz 2 verdient. Dieser kann man zwei Siegen aus eigener Kraft fixiert werden - wenn alles nach Papierform geht, reicht wahrscheinlich sogar einer aus zwei Spielen.

3. ex aequo: Graz Panthers & Styrian Studs
Die beiden Steirer sind auf Augenhöhe. Während die Panthers sich holprig durch die Saison bewegen, haben die Studs zum Schlusssprint angesetzt. Letztere könnten sogar noch Platz 3 erobern, sofern sie beide Spiele gewinnen (gegen die Spartans mit entsprechender Differenz) und die Konkurrenz mitspielt. Mit Konkurrenz sind hier auch die Panthers gemeint, die ihrerseits ihre Chance mit zwei Siegen wahren wollen um Platz 3 zu erreichen. Dies scheint aufgrund des diesjährig sechstplatzierten durchaus ein nicht unattraktives Ziel. Lassen beide aus, dann gibt es das steirische Wild Card Duell.

5. Vienna Spartans
Nach dem tollen Start der Sparkings geht der Spielgemeinschaft etwas die Luft aus. Noch gewinnt man die nötigen Spiele, aber die Kür fehlte zuletzt etwas. Am achten Spieltag hat man mit den aufkommenden Studs und den de facto unschlagbaren Indians zwei Gegner am Programm, die man nicht haben möchte, wenn es um Momentum und Bye-Week Qualifikation geht. Patzen die Cons nämlich einmal, müsste man schon zweimal gewinnen um sich die Wild Card Runde zu ersparen.

6. Vienna Vipers
Die Vipers haben sich punktegleich mit den Saints in eine gute Ausgangsposition für den letzten Wild Card Platz gebracht. Wenngleich das PR sie daher im Moment leicht vorne sieht, gebucht ist hier noch nichts. Grund dafür ist das wesentlich schwierigere Restprogramm gegenüber dem direkten Konkurrenten. Es geht mit den Cons und Panthers gegen zwei Topteams, die sich ordentlich für die Playoffs positionieren wollen - einen von beiden wird man (neben den Steelsharks) wohl schlagen müssen um eine valide Chance für die Postseason zu haben.

7. DeLaSalle Saints
In Strebersdorf wird grundsätzlich nicht schlecht gearbeitet. Das Glück scheint aber in der letzten Zeit nicht auf Seiten der Saints zu sein - knappe Niederlagen, die im Playoffrennen noch bitter sein könnten, stehen am Resümee. Es heißt daher Blick nach vorne auf den letzten machbaren Spieltag, wo zwei Siege schon für das Playoffticket reichen könnten.

8. Barracudas
Die Barracudas sind wieder ein ernstzunehmender Gegner, der volle Aufmerksamkeit verdient. Leider scheint man aber etwas zu spät aufgewacht zu sein, denn die Niederlagenserie in der ersten Saisonhälfte dürfte wohl eine zu große Hypothek gewesen sein. Die Wahrscheinlichkeit, das Ruder am letzten Spieltag noch herumzureißen und die Relegation zu vermeiden, sind nicht unbedingt groß, aber man hat nicht die großen Namen gegenüber und wie heißt es doch so schön: Die Hoffnung stirbt zuletzt.

9. Steelsharks Traun
Kein Team verkraftet im Normalfall unbeschadet den Ausfall ihres QB1, so auch nicht die Trauner, die darüberhinaus auch Ausfälle zu beklagen hatten. So kommt es wieder auf den letzten Gameday an, aber bislang hat man gute Erfahrungen, konnte man bisher noch immer als FLA Team die Relegation vermeiden. Die Ausgangsposition vor den letzten Spielen könnte jedenfalls schlechter sein, sodass Platz 9 im PR eher ein kurzer Zwischenstopp sein dürfte.

10. Dark Angels
Und täglich grüßt das Murmeltier. Talent ohne Führung reicht einfach nicht aus um in der FLA zu bestehen, dazu kommt, dass der Talentepool auch nicht unendlich ist und die besten immer wieder abwandern - der Rest ist bemüht, aber so ist Konstanz nicht zu erreichen und damit fehlen die Siege. Dass die Angels wieder einmal Relegation spielen müssen, daran führt wohl kaum mehr ein Weg vorbei.

31 May 2017

POWER RANKING FLA 2017 Week 3

Written by Cons #11, Posted in FLA

POWER RANKING FLA 2017 Week 3

Seit Saisonstart hat es bereits mehr als nur eine Handvoll Spiele gegeben. Viele mit dem erwarteten Ausgang, jedoch auch einige mit überraschenden Resultaten. Es zeichnet sich langsam das eine oder andere ab, aber noch ist alles offen - lediglich der Aufsteiger hat fast schon erwartungsgemäß alle Prognosen Lügen gestraft.

1. Klosterneuburg Indians

Der Titelverteidiger gewinnt nach wie vor seine Spiele, nur die Dominanz des Vorjahres ist nicht so ganz erkennbar. Kein Grund zur Sorge nördlich von Wien, immerhin beträgt das durchschnittliche Ergebnis der sechs Siege rund 40:14, aber für die Konkurrenz scheint es dieses Jahr nicht ganz aussichtslos…

2. Vienna Constables

Vielleicht ein kleiner Heimvorteil für die Cons, aber aktuell machen sie auf dem Platz einen guten Eindruck und gewinnen ihre Spiele - ausgenommen gegen die Indians und Spartans. Gerade auch der Cup hat gezeigt, dass man auch mit den Indians mithalten kann. Der Kader ist gut und breit aufgestellt, sodass man einzelne Ausfälle auch adäquat ersetzen kann. Jetzt heißt es einmal ruhig (und erfolgreich) weiterzuspielen und die Position festigen.

3. Vienna Spartans

Ungeschlagen nach dem dritten Spieltag trotz Panthers und Cons am Programm? Hätten wohl nur die wenigsten getippt. Vor allem die Offensive rund um Ex-Viking Holly Kellner überzeugt und macht nicht zu letzt eine Menge Punkte. Das Gipfeltreffen mit den Indians wird zeigen, wie weit man wirklich ist, aber wenn der Rhythmus nur halbwegs gehalten werden kann, dann scheint eine Playoff-Qualifikation schon früh äußerst greifbar.

4. Styrian Studs

Der letzte Spieltag hat gezeigt, dass nun endgültig der Umbau angefangen hat. Der Ausfall des Starting QBs konnte nicht mehr kompensiert werden und die deutliche Niederlage gegen die Steelsharks könnte ein Knackpunkt in der Geschichte der Studs gewesen sein. Grundsätzlich scheint genug Qualität im Kader vorhanden um in die Postseason zu kommen, aber ob die Serie der Top 3 Finishes dieses Jahr aufrecht bleibt, bezweifelt das PR einmal ganz vorsichtig.

5. Graz Panthers

Fehlstart oder taktisches Kalkül. Bei den Panthers scheint beides möglich. Dennoch scheint ersteres wahrscheinlicher. Es läuft noch nicht rund in Graz und so steht man im Gegensatz zu den letzten Jahren diese Saison schon früh unter Zugzwang. Noch ortet das PR keine groben Probleme, aber ausbleibende Siege helfen dem Gesamtbild naturgemäß nicht.

6. ex aequo DeLaSalle Saints und Vienna Vipers

Unbeschadet der Entwicklung auf den vorderen Plätzen scheint es dieses Jahr auf ein Duell zwischen diesen beiden Wiener Teams hinaus zu laufen, wenn es um die Wild Card Plätze geht. Sie sind eng beinander, was die direkten Duelle umso wichtiger macht. Wer hier am Ende vorne ist, traut sich das PR aktuell nicht vorher zu sagen, aber die Vipers haben nach der letzten Saison sicher was zu beweisen, was als Motivation durchaus den letzten Schub geben kann.

8. Steelsharks Traun

Die Trauner konnten einen Überraschungssieg gegen die Studs liefern, aber das ist auf der Habenseite auch schon fast alles. Es scheint wieder ein Kampf bis zum Schluss zu werden - gegen die Relegation und nicht um die Postseason. Noch dürfte man aber doch ein gutes Stück weiter sein als zwei andere Teams.

9. ex aequo Dark Angels und Barracudas

Beide Teams trifft das gleiche Schicksal. Trotz einzelner guter Aktionen und Spieler reicht es am Ende nie für den Sieg. Zwei Spieltage ohne Sieg sind zudem für das Selbstvertrauen nicht förderlich und lassen dann manchmal die einfachsten Dinge nicht mehr funktionieren. Daher sollten beide eher schneller einmal als Sieger vom Platz gehen um nicht in diese Abwärtsspirale zu kommen. Die Konkurrenz ist groß und man bekommt natürlich nichts geschenkt, sodass beide aktuell nur von Spiel zu Spiel denken können und keine theoretischen Überlegungen in Richtung Playoffs machen sollten.

28 April 2017

Power Ranking FLA 2017 Pre-Week 1

Written by Cons #11, Posted in FLA

Power Ranking FLA 2017 Pre-Week 1

Rechtzeitig vor dem ersten Spieltag erwacht auch das PR wieder aus dem Tiefschlaf. Der Start-Ziel-Sieg der Indians war in der letzten Saison für jeden Halbinteressierten problemlos vorhersehbar. Dahinter ging es aber durchaus drunter und drüber. Dies wird auch in der morgen startenden Spielzeit kaum anders sein. Das PR versucht sich im Kaffeesudlesen vor den ersten Ergebnissen - und dieses Mal in etwas ungewohnter Manier…

Die Titelaspiranten

Geht es nach den Ergebnissen von 2016 dürfte in dieser Kategorie wohl außer den Klosterneuburg Indians kein anderes Team stehen. Zu dominant ist der aktuelle Staatsmeister seit letztem Jahr unterwegs. Dieses Jahr darf man die Niederösterreicher auch gegen die europäischen Topteams in Aktion sehen - die Champions Bowl in heimischen Gefilden ist ein Must-See für jeden Flag Football Fan. Und dennoch hört man von den Graz Panthers doch das eine oder andere, das darauf schließen lässt, dass sie auch heuer nichts unversucht lassen werden, um endlich den Titel zu holen. Und in Wahrheit ist es am Ende möglicherweise nur der eine entscheidende Sieg in der Flag Bowl, an dem man sich versuchen muss.

Die Kronprinzen

Die Styrian Studs haben ein Jahr des Umbruchs hinter sich - und selbst dieses haben sie mit einer Medaille beendet. Man darf gespannt sein, wie die Personalausstattung dieses Jahr aussieht. Ob man noch ein Jahr mit so geringen Ressourcen „überlebt“ ist mehr als fraglich, da hilft es natürlich, wenn man eine Gewinnermentalität intus hat - für ganz oben wird aber auch diese wohl nicht reichen, wenn man nicht ein paar junge Talente aus dem Ärmel zieht. So gesehen dürften die Vienna Constables hier auf Augenhöhe operieren können. Für ganz oben scheint es auch dort nicht zu reichen, aber die Medaillen sind in Griffweite bevor auch bei den Wienern in der nächsten Zeit wohl ein Umbruch zu erwarten ist.

Das Niemandsland

Auch wenn Platz 5 und 6 in die Playoffs kommen, wo naturgemäß in einem Spiel immer viel passieren kann, gibt es mit den Barracudas und DeLSalle Saints zwei Teams, die sich irgendwo im Nirgendwo der FLA befinden. Sollte hier oben nicht wer auslassen, von unten wer über seinen Verhältnissen spielen oder man selbst neuerdings auf der Überholspur sein, dürfte es kaum für eine Medaille reichen, anderseits aber auch mit dem Abstieg keine Probleme geben. Viele „wenn’s“, aber ist nicht genau das das Schöne - man erinnere sich nur an den Sieg der Saints gegen die Cons am letzten Eröffnungsspieltag…

Die Kellerkinder

Wie immer wird es auch in dieser Saison ein Team geben, dass das PR Lügen straft, ob seiner Einstufung im Kampf um den Abstieg. Der Aufsteiger bietet sich hierfür schon traditionell an. Sowohl für die Einstufung (immerhin ist das Level in der FLA doch deutlich höher) als auch für die Widerlegung derselben (die Aufstiegseuphorie und die bisherige Geschichte). Bei den Vienna Spartans laufen überdies auch ein paar Spieler herum, denen die FLA ja nicht neu ist - hier heißt’s: schauen wir einmal. Bei dem Trio aus Vienna Vipers, Dark Angels und Steelsharks Traun ist die Lage vielleicht wirklich schlechter. Die Oberösterreicher konnten zwar die Relegation nun zweimal noch irgendwie abwenden, aber überzeugend ist anders. Ob man im ja nicht so kleinen Linz über den Winter vielleicht für 2017 einen neuen Leistungsträger entdeckt hat? Schaden würde es nicht. Die Vipers wiederum haben die Relegation mit Bravour gemeistert, noch so einen Fehlstart wie 2016 sollte man sich aber nicht leisten, dann scheint auch ein Wild Card Spot greifbar. Bleiben die Angels, die zwar nach einer grenzwertigen Saison noch fast in die Playoffs gekommen wären, aber so richtig traut ihnen das PR dies auch dieses Jahr nicht zu - zu unkonstant traten die Angels in der Vergangenheit auf.

15 October 2016

Power Ranking FLA 2016 Week 8 und Flag Bowl

Written by Cons #11, Posted in FLA

Power Ranking FLA 2016 Week 8 und Flag Bowl
Wie jedes Jahr gilt der Grundsatz: die Tabelle lügt nicht. Auch wenn es diesmal bei der einen oder anderen Platzierung durchaus Argumente für einen Platz auf- oder abwärts gibt, bleibt das PR dem Grundsatz treu und inkludiert die Leistung vom Finaltag.

1. (1) Klosterneuburg Indians
Ganz sicher lügt die Tabelle nicht beim unangefochtenen Tabellenführer. 18 Spiele, 18 Siege. 831:127 Punkte (entspricht über sechs Touchdowns zu einem pro Spiel). Dazu kam der Cupsieg vor Saisonstart, bei dem ebenfalls nur Siege zu Buche stehen. Bis dato konnte kein Gegner den Indians auch nur annähernd gefährlich werden. Die Chance auf die Perfect Season war groß.
Flag Bowl: Auch in den letzten beiden Spielen ließen die Indians nichts anbrennen. Sowohl gegen Cons als auch Panthers gab es lediglich zu Beginn den einen oder anderen Drive, bei dem der neutrale Zuschauer auf ein offenes Spiel hätte hoffen können. Insgesamt aber wie schon über die gesamte Saison waren die Niederösterreicher aber zu dominant in Offense und Defense. Am Ende der verdienteste Meister seit vielen Jahren.
 
2. (2) Graz Panthers
Dieses Jahr haben sich die Panthers aus der zweiten Reihe in der Steiermark ins Rampenlicht gespielt und den ewigen Rivalen hinter sich gelassen. Nur knapp in der Tabelle, aber gefühlt doch mit einigem Vorsprung. Auch wenn die Grazer - wie der Rest des Feldes - deutlich hinter den Indians ist, haben sie von allen Mitkonkurrenten den konstantesten Eindruck hinterlassen. Einzig die Niederlage gegen die Steelsharks stand wohl nicht unbedingt auf dem Plan. Nun konnte man sich voll und ganz auf die Studs vorbereiten und zum dritten Mal in die Flag Bowl einziehen und aller guten Dinge sind ja bekanntlich drei…
Flag Bowl: …nur bei den Panthers offenbar nicht. Die Pflichtaufgabe Studs wurde dann doch relativ einfach erfüllt. Gegen die Indians war dann aber kein Kraut gewachsen - der zwischenzeitliche Regen half dann auch nicht wirklich weiter. Letztlich war über die Saison ein Team klar besser. Logische Folge: Vizemeistertitel.
 
3. (3) Styrian Studs
Trotz abfallender Leistung im Vergleich zu den letzten Jahren (wen wundert’s, nach dem Rückzug von Star-QB Philipp Pölzl, der die zuletzt schwächelnde Defense „durchschleppte“), hatte man bis zuletzt noch die Chance auf die Byeweek. Doch in Wahrheit war da auch eine ordentliche Portion Glück mit dabei. Einige Spiele hätten durchaus auch anders ausgehen können. Mit sechs, sieben Spielern kann man sich auf Dauer nicht an der Spitze halten - es war davon auszugehen, dass zumindest am Finaltag noch einmal alles aufgeboten wird um zum letzten Halali zu blasen bevor die große Umbruch kommt. Mit den Saints hatte man in der Wild Card nicht den einfachsten Gegner - im Normalfall waren aber keine Probleme zu erwarten.
Flag Bowl: Mit einem blauen Auge haben die Studs die Erfahrung gemacht, dass man auch in der Wild Card Runde erst einmal gewinnen muss. Dies gelang zwar, aber man hatte es sich wohl leichter vorgestellt. Gegen die Panthers war dann aber deutlich Endstation. Und das Spiel um Platz 3 hätte auch anders ausgehen können - wie oft man solche Spiele gegen die Cons allerdings noch gewinnt, steht in den Sternen…
 
4. (4) Vienna Constables
Mit einem durchwachsenen Start und einem guten Finish konnten sich die Cons in eine halbwegs gute Ausgangsposition bringen. Der Sieg zuletzt gegen die Panthers brachte Selbstvertrauen und der klare Erfolg gegen die Barracudas war ein Ausrufezeichen für das Wild Card Spiel. Bis auf die Indians hatten die Cons alle Playoff-Teilnehmer dieses Jahr geschlagen, brauchten also vor keinem Gegner Angst haben. Allerdings treffen sie mit den Klosterneuburgern im Halbfinale auf einen Gegner, der die Titelchancen doch deutlich minimiert - ohne einen guten Gameplan samt perfekter Exekution standen die Vorzeichen schwierig da vorbei zu kommen.
Flag Bowl: Anders als im Vorjahr wurde das Wild Card Spiel zur eindeutigen Angelegenheit zu Gunsten der Constables - und es lief nicht einmal alles plangemäß. Entsprechend vorbereitet ging es gegen die Indians und nach den ersten Drives sah es gar nicht schlecht aus. Die Chancen waren da, wurden jedoch leider nicht genutzt. Und viele Chancen bekommt man gegen die Niederösterreicher nicht. So wurde die Differenz immer größer und das Spiel war aus Sicht der Cons zu früh entschieden. Die Bronze-Medaille hing aber bei weitem nicht zu hoch und so griff man gegen die Studs voll an. Das Shootout zwischen gleichwertigen Teams ging dann in letzter Sekunde an die Steirer, aber es war ein typischer Münzwurf…
 
5. (5) Barracudas
Der Aufsteiger im Wild Card Spiel. Vor Saisonbeginn hatte das PR die Barracudas noch als Fixabsteiger auf der Rechnung. Doch die Raubfische rangierten zwischenzeitig sogar lange auf Platz 4 und hatten mit der Relegation de facto nicht viel zu tun. Insgesamt eine ambitionierte Vorstellung, jedoch ging dann am Ende etwas die Luft aus. Ob die Niederlage zuletzt gegen die Cons in diesem Ausmaß vielleicht nur taktisch war, stand zumindest im Raum. Man musste sich aber noch einmal deutlich steigern, um über die Wild Card hinauszukommen. Doch unabhängig des Ausgangs der Playoffs, die erfolgreiche Debutsaison in der FLA ist jedenfalls in den Büchern.
Flag Bowl: Dass man die großen Vier ärgern kann, hatte man gesehen. Wenn es dann um was geht, fehlten aber die Reserven, die bei den Cons noch vorlagen. So war es ein kurzer Auftritt in der Postseason, aber wie gesagt: Das Erreichen in der ersten Saison kann jedenfalls schon als großer Erfolg gewertet werden.
 
6. (6) DeLaSalle Saints
Eine ähnliche Story wie bei den Barracudas. Nach einer schwachen ersten Saison, in der man gerade so der Relegation entkam, startete man in Strebersdorf durch und sicherte sich in Woche 8 den Playoff-Einzug. Nach einem Zwischenhänger in der Jahresmitte, sah es zuletzt etwas besser aus als beim zweiten Überraschungsteam. Und als sechster traf man auf die Studs, die im Gegensatz zu den Cons vielleicht nicht so im Aufwärtstrend waren. Und es wird gut gearbeitet, sodass mit den Saints zu rechnen war.
Flag Bowl: Die Cinderella-Geschichte stand bis fast zum Ende noch offen da. Letztlich mussten die Studs alle Erfahrung und Können aufbieten um den Playoff-Neuling in die Schranken zu weisen. Doch es war denkbar knapp und zeigte, dass die Saints absolut in der Lage sind in einem Spiel ein sehr, sehr unangenehmer Gegner sein zu können. Alles in allem eine sehr gelungene zweite Saison, die generell als die schwierigste für einen Aufsteiger gilt.
 
7. (7) Dark Angels
Die Angels hatten bis zuletzt noch die Playoff Chance. Die 1-Punkt-Niederlage gegen die Steelsharks war aber dann gleich das Ende aller Hoffnung, da half auch der Sieg gegen die Barracudas nichts mehr. Wie schon das ganze Jahr sah man bei den Angels wieder die fehlende Beständigkeit und einen Plan hinter dem Talent. Man kommt nicht darum herum zu sagen, dass da mehr drinnen war. So reichte es weder für die Postseason noch schlitterte man in die Relegation - immerhin eine Verbesserung zum Vorjahr. Trotzdem, mit etwas mehr System hätte man eine andere Rolle in diesem Jahr spielen können.
 
8. (9) Steelsharks Traun
Der zweite Heimspieltag begann einmal denkbar schlecht mit der Niederlage gegen die Vipers und die Steelsharks standen mit dem Rücken zur Wand was die Relegation anging. Die Vikings wurden dann erwartungsgemäß geschlagen, aber das Spiel gegen die Angels war dann auf des Messers Schneide. Alles was man braucht, ist ein Punkt mehr als der Gegner. Und die Trauner schafften genau das. Dieser eine Punkt und Sieg sparte ihnen in letzter Sekunde die Relegation und die Saison endete erneut im Niemandsland. Zwischen einem durchaus guten Start ins Jahr und dann einem notwendigen, starken Finish war viel Leerlauf, bei dem man auch etwas ratlos wirkte. 
 
9. (8) Vienna Vipers
Man gewann den direkten Vergleich gegen die Trauner, konnte gegen die Indians nicht gewinnen und musste dann zusehen, wie der Konkurrent mit einem Sieg vorbeizog. So landeten die Vipers zu ersten Mal in der Relegation und man weiß eigentlich nicht recht, wie es dazu gekommen ist. Selbst der katastrophale Saisonstart, wo so gar nichts gelingen wollte, schien zwischenzeitig vergessen und der Weg war gut. Doch dieses Jahr schien einfach nicht das Jahr der Vipers zu sein. In der Relegation startete man dennoch als Favorit und sollte im Normalfall keine Probleme haben.
Relegation: Wie erwartet hatte keiner der drei Herausforderer etwas gegen das A-Game der Vipers entgegen zu setzen. Drei Siege in drei Siegen bedeuteten den klaren Verbleib in der FLA und man wird die Saison nun endgültig abhaken. Das Pech aus 2016 wird sich wohl nicht so schnell wiederholen.
 
10. (10) Vikings Flag
Schlimmer ging’s nimmer - dachte man wohl bei den Vikings. Doch der letzte Spieltag belehrte sie eines besseren. Wacker kämpften fünf Wikinger gegen alle Wahrscheinlichkeiten. Dann drohte zwischenzeitig sogar der Ausfall eines Spielers - es konnten aber schließlich alle Spiele zu Ende gespielt werden. Geholfen hat es nichts, die Niederlagenserie setzte sich ungehindert fort - der Sieg vom Saisonbeginn schien eine gefühlte Ewigkeit weit weg. Die Relegation stand de facto schon länger fest. So gesehen hatte man hier einen gewissen Vorteil gegenüber den Konkurrenten…
Relegation: Am Ende nutzte alles nichts. Die Vikings konnten dem Trend nichts entgegen setzen und verloren auch in der Relegation alle Spiele. Dies ist gleichbedeutend mit dem Abstieg in die FLA2. Damit verliert die FLA ein Gründungsmitglied und das letzte Team, welches an einem Tackle-Stammverein hängt.

08 September 2016

Power Ranking FLA 2016 Week 7

Written by Cons #11, Posted in FLA

Power Ranking FLA 2016 Week 7
Vor dem letzten Spieltag hat sich die Lage naturgemäß zugespitzt. Einige Entscheidungen sind gefallen, einige sind nach wie vor offen. In Woche 8 scheint es darüber hinaus auch entscheidend, den Schwung für die Playoffs mitzunehmen - oder zumindest mit einem guten Gefühl in die Relegation zu gehen. So viele mögliche Konstellationen wie dieses Mal sind dem PR kaum in Erinnerung. Es ist also für Spannung bis zum letzten Spiel gesorgt.
 
1. (1) Klosterneuburg Indians
Das vermeintliche Spitzenspiel war dann doch keines. Der nächste Verfolger wurde mehr als deutlich auf Abstand gehalten und für den Spitzenreiter bleibt einzig und allein zu befürchten, dass die Panthers zwar einen Plan haben, sich diesen aber für den Oktober aufheben wollten. So oder so, die Wucht, mit der die Indians ihre Gegner überfahren, ist weiterhin bemerkenswert. Im Gegensatz zu den Studs im Vorjahr, hat die Dominanz beim Tabellenführer über den Sommer nichts verloren. Die ungeschlagene Regular Season ist praktisch nicht mehr gefährdet, selbst wenn man nicht mit dem ersten Anzug nach Linz fährt.
 
2. (2) Graz Panthers
Die Panthers sind für die eigenen Verhältnisse nicht zufriedenstellend aus der Sommerpause gekommen. Die Niederlage gegen die Indians - geschenkt. Aber dann die Pflichtaufgabe gegen die Steelsharks nicht erfüllt - so kennen wir die Grazer gar nicht mehr. Vorerst sieht das PR keine Gefahr aufgrund eines Aussetzers, aber das Problem liegt auf der Hand: Nun muss man die Studs schlagen um auf Platz 2 zu bleiben und damit die wichtige Bye-Week zu behalten. Und die Cons sind ebenfalls im Aufwind - ein schwerer letzter Grunddurchgangsspieltag steht also an. Kommen die Panthers allerdings wieder auf ihren gewohnten Weg zurückkehren, dann werden sie sich mit dem 2. Platz einmal für die starke Saison belohnen.
 
3. (3) Styrian Studs
Das PR zieht den Hut. Angereist mit einer Rumpftruppe (die Anwesenden mögen den Ausdruck verzeihen), kämpften sieben wackere Spieler bis zum Umfallen um zwei Siege einzuheimsen. Wenngleich gegen die Cons auch der Gegner kräftig mithalf, so zeigte die Einstellung, dass auch bei der Flag Bowl mit den Studs zu rechnen sein wird. Mit dem Schwung könnten sie sogar den Ausrutscher der Panthers nutzen und sich noch die Wild Card Runde sparen. Doch auch der letzte Spieltag muss erst absolviert werden und auf Dauer wird man mit dieser fehlenden Tiefe im Kader nicht durchkommen. Schon gar nicht gegen in Normalform spielende Panthers und Indians.
 
4. (4) Vienna Constables
Fast hätte man sagen können, die Cons sind zurück im Geschäft. Zwei klare Siege zum Auftakt zeigten, dass die Wiener ihren Rhythmus gefunden hatten. Gegen die Studs machte man sich das Leben aber selbst schwer und schaffte es wieder nicht über die Ziellinie. Nichts desto trotz sehen die Constables nunmehr endlich halbwegs wie ein Contender aus, den man in der Postseason eher später als früher treffen möchte. Platz 3 war ohnehin nicht mehr erreichbar und die Wild Card ist mit zumindest einem Unentschieden aus drei Spielen fix, sodass die Niederlage am Ende eher kosmetischen Wert haben sollte. Bestenfalls zeigt sie sogar auf, an welchen Punkten noch gearbeitet werden muss.
 
5. (5) Barracudas
Alles nach Papierform bei den Barracudas. Niederlagen gegen Indians und Panthers standen einem Pflichtsieg gegen die Vikings gegenüber. Der letzte Gameday steht im Zeichen der direkten Duelle. Zuerst gegen die Cons im direkten Aufeinandertreffen wohl um Platz 4. Sollte man dieses verlieren gibt es zum Abschluss möglicherweise ein Endspiel gegen die Angels (falls diese ihr erstes Spiel gewinnen) um die Postseason. Man sollte aber nicht die Nerven wegschmeissen und sich den Lohn für die getane Arbeit der Saison holen: Sprich ein Sieg aus zwei Spielen und die Raubfische spielen in ihrer ersten FLA-Saison gleich im Playoff.
 
6. (6) DeLaSalle Saints
Die Saints hatten spielfrei und somit alle Zeit sich mit möglichen Szenarien anzufreunden. Vor dem Showdown in Week 8 haben die Strebersdorfer Grund zur Besorgnis, da die Angels hinter ihnen auf jeden Ausrutscher lauern. Um nicht vollkommen unter Druck zu geraten, sollte man das erste Spiel gegen die Vikings gewinnen. Dann droht immer noch das Szenario mit 7-10-1 in einer Dreierkonstellation mit Barrucudas und Angels (bei dem einer das Nachsehen hat). Man wird also nach den Vikings erneut auf einen Sieg gegen die Cons hoffen, denn gegen die Indians wird eher nichts zu holen sein - doch die Cons sind nun gewarnt und werden wohl anders auftreten als beim Auftaktcoup. Zumindest die Relegation sollte aber theoretisch bleiben…
 
7. (7) Dark Angels
Nach einer halben Saison im Keller scheint es etwas seltsam, dass die Angels noch Playoff-Chancen haben. Diese sind nicht einmal so schlecht oder rein mathematisch, wenngleich Hilfe benötigt wird. Im besten Fall für die jungen Engel verlieren die Barracudas gegen die Cons und die Saints nicht nur gegen Indians und Cons, sondern auch gegen die Vikings. So oder so, man muss natürlich beide eigenen Spiele gewinnen. Gegen die Steelsharks ist man zwar Favorit, aber die haben nach dem Sieg gegen die Panthers Blut geleckt und kämpfen gegen die Relegation. Danach ginge es in einem Endspiel wohl um Alles gegen die Barracudas. Zu euphorisch sollte man aber nicht werden, da bei einer Niederlage gegen die oberösterreichischen Gastgeber auch noch die Relegation droht.
 
8. (8) Vienna Vipers
Die Vipers hatten nun aufgrund der Byeweek ewig Zeit sich auf das wichtigste Spiel der Saison vorzubereiten. Gleich um 10:00 Uhr geht es gegen die Steelsharks. Um ein katastrophales Jahr zu retten, ist hier ein Sieg notwendig um Druck auf die Trauner auszuüben und die Relegation abzuwenden (letztere müssen dann gegen Vikings und Angels gewinnen). Mehr wird man selbst nicht in der Hand haben - ein Sieg gegen die Indians bleibt theoretisch. Und damit auch alle noch eventuellen Rechnereien zur Postseason. Mit QB Felix Wasshuber hat man das vielleicht entscheidende Ass im Ärmel, wenn er auf seine Erfahrung aus der Flag WM in Miami zurückgreifen kann. Hoffentlich ist der Rest des Teams in der langen Pause nicht eingerostet…
 
9. (9) Steelsharks Traun
Nach zwei klaren Niederlagen am ersten Heimspieltag zuletzt war die Saison für viele wohl schon abgehakt - ein Sieg gegen die Panthers unwahrscheinlich. Doch wenn es bei den Traunern zusammenläuft, muss man sie erst einmal schlagen. Was für ein wichtiger Sieg aus ihrer Sicht. Nun hat man alles selbst in der Hand und kann nach dem zweiten Heimspiel direkt in den Urlaub gehen. Vorentscheidend ist das Spiel gegen die Vipers - verliert man dieses, ist man zum Siegen verdammt. Gegen die Vikings wohl noch möglich, die Angels kämpfen aber dann selbst noch um die theoretische Playoff-Chance. Drama ist vorprogrammiert. Hätte es doch mehr Spiele wie zuletzt gegen die Panthers gegeben…
 
10. (10) Vikings Flag
Inzwischen sehnen die Vikings das Saisonende wohl herbei. Nur sieben Spieler kamen nach Linz - nächstes Mal werden es kaum mehr sein. Platz 10 ist fix einzementiert, ebenso die Relegationsteilnahme. Es geht also zum Abschluss noch um die Ehre und eventuell sogar darum die letzten FLA-Spiele zu genießen. Immerhin steht der Ex-QB mit seinem neuen Team bereit um in der Relegation groß aufzuspielen. Optimalerweise holt man sich daher etwas Selbstvertrauen für den Abstiegskampf. Mit Steelsharks und Saints stehen keine unschlagbaren Gegner gegenüber, zumal beide deutlich mehr Druck haben und die Wikinger zumindest diesmal noch befreit aufspielen können.

11 August 2016

Power Ranking FLA 2016 Week 6 (Part 2)

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Power Ranking FLA 2016 Week 6 (Part 2)
6. (4) DeLaSalle Saints
Die Stimmung in Strebersdorf dürfte nach dem erfolgreichen Verlauf der bisherigen Saison nicht schlecht sein, wenngleich der letzte Spieltag vor dem Sommer wohl nicht ganz den inzwischen wohl gestiegenen Erwartungen gerecht wurde. Vor allem hätte man mit einem Sieg gegen die Angels de facto schon mehr als ein Bein in den Playoffs gehabt - so muss man noch etwas zittern und einen soliden Auftritt in Woche 8 hinlegen. Immerhin kann man sich aber einmal in Ruhe die Entwicklungen des nächsten Spieltags von zu Hause aus ansehen und analysieren. Wie die Barracudas hatte das PR die Saints vor Saisonstart eher schwächer eingestuft, aber auch hier kann sich die konzentrierte Spielweise und harte Arbeit sehen lassen. Diese Spielweise ist aber schwierig auf Dauer aufrecht zu erhalten, man sollte daher so lange als möglich auf der Welle surfen. Die Saints holen so gut wie alles aus ihren Möglichkeiten heraus und der Playoffeinzug scheint hierfür die Belohnung zu sein - wie weit es allerdings geht, wird abzuwarten sein.
Playoff-Wahrscheinlichkeit: 80%
Titelgewinn: 1%
 
7. (8) Dark Angels
Der Sieg gegen die Saints in Woche 6 war zwar gut, könnte aber - wegen der zu geringen Höhe - zu wenig gewesen sein. Das große Problem der Angels, die aktuell gleich viel Siege wie der Sechstplatzierte aufweisen, ist, dass sie nur mehr zwei Spiele vor sich haben. Diese gehen zwar mit den Barracudas und Steelsharks gegen durchaus schlagbare Gegner, aber die Angels haben wohl zu Beginn der Saison einfach zu viele Punkte liegen lassen. Dass trotz diesem Grottenstart noch immer halbwegs realistische Playoffchancen bestehen, interpretiert das PR mal als Ausgeglichenheit der Liga. Aber, die Angels sind auf fremde Hilfe angewiesen und das ist freilich nie eine angenehme Position. Glück im Unglück bei einem Verpassen der Postseason, könnte zumindest sein, dass man sich dann doch die Relegation spart und vielleicht die Erfahrung für das nächste Jahr mitnimmt.
Playoff-Wahrscheinlichkeit: 15%
Titelgewinn: <1%
 
8. (7) Vienna Vipers
Dass gerade am entscheidenden Spieltag 6 der starting QB fehlte und auch sonst ein reduzierter Kader zur Verfügung stand, war naturgemäß mehr als subotpimal. Mehr als ein Comeback-Sieg gegen die Cons war nicht drin, wenngleich gegen die Barracudas nur um einen Punkt verloren wurde. Es war jedenfalls zu wenig um noch einmal ernsthaft im Playoffrennen aufzuzeigen - dafür hätte es zumindest noch einen zweiten, de facto sogar einen dritten Sieg gebraucht, zumal auch die Vipers nur noch zwei Spiele auf dem Plan haben und gegen die Indians wohl nichts zu holen sein wird. Dadurch verkommt die Chance auf die Postseason zu einer rein mathematischen Möglichkeit, wobei hier schon diverse Resultate zusammen spielen müssten. Die Wiener haben es aber bereits in ihren ersten acht Spielen verpasst, sich in Position zu bringen - hier gelang lediglich ein Unentschieden, was letztlich einfach zu wenig war. Obwohl man tapfer kämpfte und sich zumindest die rechnerische Chance offen gehalten hat. Gleichzeitig besteht aber auch noch die Gefahr, dass man von den Steelsharks noch abgefangen wird und in die Relegation muss.
Playoff-Wahrscheinlichkeit: 1%
Titelgewinn: <1%
 
9. (9) Steelsharks Traun
Während die Tackle-Sektion den Aufstieg in die höchste Spielklasse bejubelt, könnte es für die Flagsektion in die andere Richtung gehen. Noch ist nicht aller Tage Abend, aber die Leistungen zuletzt waren dem Selbstvertrauen sicher nicht unbedingt förderlich. Es sind noch sechs Spiele ausständig, aber der kommende Spieltag verspricht mit Cons, Indians und Panthers nichts Gutes und so könnte es gegen die Vipers in Woche 8 zum Showdown kommen. Da sich die Playoff-Teams noch nicht deutlich absetzen konnten, besteht sogar noch die minimale Möglichkeit an der Postseason teilzunehmen. Daran wird in Oberösterreich kaum einer denken. Viel wichtiger scheint die Analyse der eigenen Leistungen, die mehr Schatten als Licht waren.
Playoff-Wahrscheinlichkeit: <1%
Titelgewinn: <0,1%
 
10. (10) Vikings Flag
Bei den Vikings ist der Weg in die Relegation schon einige Zeit absehbar. Der Kaderumbruch war einfach zu groß um in der FLA große Akzente zu setzen. Unabhängig von den Ergebnissen scheint der Vikingsspirit ungebrochen und das wird wichtig sein, will man in der Ab- und Aufstiegsrunde bestehen. Über den Sommer haben die Wikinger zwar Zeit an ihrer Abstimmung zu arbeiten und so vielleicht im Herbst die eine oder andere Überraschung zu zeigen, um vom letzten Platz wegzukommen bräuchte es aber schon einen ganzen Sack voll Überraschungen, was eher unwahrscheinlich ist.
Playoff-Wahrscheinlichkeit: <0,1%
Titelgewinn: <0,1%

11 August 2016

Power Ranking FLA 2016 Week 6 (Part 1)

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Power Ranking FLA 2016 Week 6 (Part 1)
Gerade hinein ins Sommerloch, in welchem genug Zeit für eine nähere Betrachtung bleibt. Manche Teams haben sich in eine gute Ausgangsposition gebracht, manche Teams haben noch einiges vor sich. Nach der Sommerpause stehen noch zwei Spieltage an, nur mehr wenig Zeit also um die bisherigen Versäumnisse noch zu richten…
 
1. (1) Klosterneuburg Indians
12 Spiele, 12 Siege, durchschnittlicher Score 49,3:6,9 (auf Deutsch: 7 TD+XP zu 1 TD+XP). Schwierig hier was auszusetzen. Es gelang bisher keinem Team auch nur annähernd den Titelverteidiger ernsthaft zu fordern. Dies hat vor allem drei Gründe. Zu allererst ist die Klosterneuburger Defense scheinbar unüberwindbar - wer hier Drive für Drive scoren möchte, braucht neben einem perfekten Gameplan vor allem auch eine fehlerlose Exekution und die Spieler für die Umsetzung. Dazu kommt eine Offensivabteilung, die mächtig Punkte aufs Brett bringt und die über zwei komplette Hälften nicht im Griff zu haben ist. Der entscheidende Grund für die Dominanz des Titelverteidigers ist aber in der Tiefe des Kaders zu finden. Während andere Teams durchaus mit Topspielern aufwarten können, sind die Indians aufgrund ihres Rosters in der Lage Ausfälle ohne Qualitätsverlust problemlos zu ersetzen. Es dürfte zudem keiner Probleme damit zu haben, auch mal nur 1-2 Drives pro Spiel im Einsatz zu sein…
Alles in allem läuft es auf einen Start-Ziel-Sieg der Niederösterreicher hinaus - sie können sich eigentlich nur selbst schlagen.
Playoff-Wahrscheinlichkeit: 100%
Titelgewinn: 80%
 
2. (2) Graz Panthers
Gäbe es dieses Jahr keine Indians, wären die Panthers Topfavorit auf den Flagbowl-Sieg. Man hat die Umbauphase des Lokalrivalen eiskalt ausgenutzt und die starken letzten Jahre eindrucksvoll bestätigt. Die Grazer verfügen von den Namen bei weitem nicht über ein Personal wie die Indians, verstehen es aber wie kein anderes Team, ihre Stärken so perfekt auszuspielen. Wer die Panthers kennt, weiß, dass sie sich über den Sommer sehr wahrscheinlich in vielen Videoanalysestunden bereits mit der Flagbowl befassen und mögliche Schwachstellen der Gegner suchen und finden. Wie schon zuletzt, sieht das PR die Konstanz bei den Grazern als die große Stärke an und ist davon überzeugt, dass sie sich den zweiten Grunddurchgangsplatz sichern werden. Vielleicht schaffen sie es ja dieses ihr letztes Saisonspiel zu gewinnen…
Playoff-Wahrscheinlichkeit: 100%
Titelgewinn: 8%
 
3. (3) Styrian Studs
Ohne den herausragendsten Spieler der letzten Jahre auf der QB-Position war es von Anfang an ein schwieriges Unterfangen ganz oben mitzuspielen. Die Niederlage gegen die Cons im AFC vor Meisterschaftsbeginn dürfte aber zur richtigen Zeit gekommen sein. Seitdem werden die sogenannten Pflichtsiege eingefahren und die Studs haben sich damit problemlos in den Top 3 etabliert und vom Rest des Feldes deutlich abgesetzt. Für die ersten Zwei reichte es nicht, das haben die beiden Niederlagen gezeigt; aber es stehen jeweils noch die Rückspiele an, sodass sich die Steirer aus eigener Kraft auch noch das Erstrunden-Bye sichern können. Für einen Sieg im Steirer-Derby muss aber mehr Konstanz in die Drives, vor allem auf der Defenseseite. Das PR sieht dies aufgrund der bisherigen Leistungen als eher unwahrscheinlich, aber natürlich sollte man den Siegeswillen der Studs nie unterschätzen - immerhin liegt dieser in der Vereins-DNA…
Playoff-Wahrscheinlichkeit: 100%
Titelgewinn: 6%
 
4. (4) Vienna Constables
Die Cons trotz Niederlagen gegen Saints, Barracudas und Vipers an vier zu setzen, bedarf auf den ersten Blick wohl einer Erklärung. Für die Ergebnisse gibt es die Tabelle, das PR versucht aber einen Blick darüber hinaus und die Stärke eines Teams einzuschätzen. Die Cons wurden vor dem Sommer zum Teil unter ihrem Wert geschlagen; die Geschichte zeigt aber, dass die Cons nie eine wirklich überzeugende Regular Season gespielt haben - auch nicht in ihren Meisterjahren. Zudem haben sie sich über den Sommer noch einmal verstärkt und es ist im Herbst ein anderes Gesicht zu erwarten. Die Wahrheit liegt klarerweise auf dem Platz und dort werden es die Wiener auch zu zeigen haben, dennoch ist das PR überzeugt, dass die Cons zumindest nominell das viertbeste Team des Landes sind. Grundsätzlich ist eine Ähnlichkeit mit den Panthers nicht von der Hand zu weisen - der große Unterschied ist freilich die fehlende Konstanz. Es wird die Leistung eben nur vereinzelt abgerufen und nicht Drive für Drive, Spiel für Spiel. Ob die Constables sich auch im Grunddurchgang noch den vierten Platz holen, wird man sehen, die Playoffs dürften aber nur im Ausnahmefall in Gefahr sein - und an einem Tag im Oktober ist (wie die Vergangenheit zeigt) immer viel möglich.
Playoff-Wahrscheinlichkeit: 85%
Titelgewinn: 3%
 
5. (6) Barracudas
Die Barracudas spielen unabhängig vom restlichen Verlauf der Saison ein großartiges Jahr und haben alle Kritiker verstummen lassen. Zuletzt konnte man mit den Saints das zweite „Cinderella“-Team schlagen und hält hier den direkten Tie-Breaker, der am Ende noch viel wert sein könnte. Aber auch gegen die anderen Teams haben sich die Raubfische mehr als gut verkauft. Vor allem auf das etwas unorthodoxe Angriffsspiel konnten sich die Gegner bislang nur schwer einstellen. Zudem versprühen die Jedlersdorfer nach wie vor die Leichtigkeit des Aufsteigers und haben Spass am Spiel. Dabei nutzen sie aber präzise die sich ihnen ergebenden Möglichkeiten aus und profitieren so von den Schwächen der Mitstreiter. Wer die Barracudas jetzt noch unterschätzt, dem ist nicht mehr zu helfen, aber sie wird es freuen, denn jeder weitere Sieg ist ein weiterer Nagel am Playoffbild.
Playoff-Wahrscheinlichkeit: 80%
Titelgewinn: 1%

07 July 2016

Power Ranking FLA 2016 Week 5

Written by Cons #11, Posted in FLA

 Power Ranking FLA 2016 Week 5

Vor dem letzten Spieltag vor der Sommerpause noch ein schnelles Update im Power Ranking bevor nach Woche 6 ein tieferer Einblick folgt…

1. (1) Klosterneuburg Indians

Es gibt beim Titelverteidiger nichts zu rütteln. Die Formkurve verläuft konstant hoch. Einer von ganz wenig verbliebenen Herausforderern wurde zuletzt standesgemäß in die Schranken gewiesen. Es bleibt für die Konkurrenz kaum Hoffnung - allenfalls darauf, dass die Konzentration wegen der vielen sportlich nicht gerade anspruchsvollen Spiele gegen die „Kleinen“ etwas leidet…

2. (2) Graz Panthers

Auch die Grazer haben ihren Platz derzeit ziemlich sicher. Kurz vor dem Ziel sollte man aber aus eigenem Interesse weiter so hart arbeiten wie bisher, dann wird man sich das Wildcardspiel sehr wahrscheinlich sparen.

3. (3) Styrian Studs

Den dritte Rang verdanken die Studs nur zum Teil der eigenen Leistung, aber vor allem auch der Tatsache, dass dahinter nicht wirklich was nach kommt. Die Steirer gewinnen ihre „Muss-Spiele“ (zuletzt auch mehr oder weniger deutlich gegen die Cons) und werden sich damit wohl den ersten Wildcardplatz sichern, was letztlich aber eher kosmetischen Wert hat.

4. (4) DeLaSalle Saints ex aequo (5) Vienna Constables

Während die Saints nach wie vor auf dem sensationellen vierten Tabellenplatz rangieren, haben es die Cons bis dato nicht geschafft den einen Sieg Rückstand auf die Strebersdorfer auszuholen. Man geht in den meisten Spielen im Gleichschritt, wenngleich es bei den Constables inzwischen doch etwas souveräner aussieht, sodass das PR die Teams hier auf gleicher Höhe sieht.

6. (5) Barracudas

Die Raubfische hatten spielfrei - der Abstand zu den Vipers ist aber geschmolzen, gut, dass man hier das gewonnene Duell mit +21 Punkten aus Woche 2 im Rücken hat… Die Cons haben sich mit ihrer Leistung etwas abgesetzt.

7. (7) Vienna Vipers

Mit einem knappen Sieg gegen die Angels konnte man sich diese vom Hals halten. Gegen die beiden Steirer war aber nichts zu holen, was den Aufwärtstrend etwas bremst. Den Vipers steht in Woche 6 ein ganz entscheidender Spieltag bevor - das PR ist gespannt, wo sie nach diesem rangieren werden.

8. (9) Dark Angels

Ein Sieg und eine 1-Punkt-Niederlage sind eine durchaus gute Bilanz für die Angels und tauscht damit mit den Steelsharks Platz. Ist jetzt gar eine Siegesserie zu erwarten, die noch Richtung Playoffs führt? Nicht undenkbar, aber dennoch auch noch ein ganzes Stück Arbeit.

9. (8) Steelsharks Traun

Es ist was faul in Oberösterreich. So ganz nachvollziehbar ist die Abwärtsspirale bei den Traunern nicht. Der Saisonbeginn ließt die vergangene Saison schon vergessen, aber die letzten Wochen erinnern wieder ganz stark an das vorige Jahr, wo so gar nichts klappen wollte. Vom Level her ist da viel mehr drin, man bringt es nicht auf den Rasen und das könnte diesmal vlt. kein Happy End nehmen…

10. (10) Vienna Vikings

Bei den Wikingern wird man sich wohl mit der roten Laterne abgefunden haben und versuchen eine schlagkräftige Mischung für die Relegation zu finden. Der Spaß kommt jedenfalls nach wie vor nicht zu kurz und der Stimmung scheinen die Niederlagen bis jetzt keinen Abbruch getan zu haben.

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Sportunion Wien
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