15 October 2016

Power Ranking FLA 2016 Week 8 und Flag Bowl

Written by Cons #11, Posted in FLA

Power Ranking FLA 2016 Week 8 und Flag Bowl
Wie jedes Jahr gilt der Grundsatz: die Tabelle lügt nicht. Auch wenn es diesmal bei der einen oder anderen Platzierung durchaus Argumente für einen Platz auf- oder abwärts gibt, bleibt das PR dem Grundsatz treu und inkludiert die Leistung vom Finaltag.

1. (1) Klosterneuburg Indians
Ganz sicher lügt die Tabelle nicht beim unangefochtenen Tabellenführer. 18 Spiele, 18 Siege. 831:127 Punkte (entspricht über sechs Touchdowns zu einem pro Spiel). Dazu kam der Cupsieg vor Saisonstart, bei dem ebenfalls nur Siege zu Buche stehen. Bis dato konnte kein Gegner den Indians auch nur annähernd gefährlich werden. Die Chance auf die Perfect Season war groß.
Flag Bowl: Auch in den letzten beiden Spielen ließen die Indians nichts anbrennen. Sowohl gegen Cons als auch Panthers gab es lediglich zu Beginn den einen oder anderen Drive, bei dem der neutrale Zuschauer auf ein offenes Spiel hätte hoffen können. Insgesamt aber wie schon über die gesamte Saison waren die Niederösterreicher aber zu dominant in Offense und Defense. Am Ende der verdienteste Meister seit vielen Jahren.
 
2. (2) Graz Panthers
Dieses Jahr haben sich die Panthers aus der zweiten Reihe in der Steiermark ins Rampenlicht gespielt und den ewigen Rivalen hinter sich gelassen. Nur knapp in der Tabelle, aber gefühlt doch mit einigem Vorsprung. Auch wenn die Grazer - wie der Rest des Feldes - deutlich hinter den Indians ist, haben sie von allen Mitkonkurrenten den konstantesten Eindruck hinterlassen. Einzig die Niederlage gegen die Steelsharks stand wohl nicht unbedingt auf dem Plan. Nun konnte man sich voll und ganz auf die Studs vorbereiten und zum dritten Mal in die Flag Bowl einziehen und aller guten Dinge sind ja bekanntlich drei…
Flag Bowl: …nur bei den Panthers offenbar nicht. Die Pflichtaufgabe Studs wurde dann doch relativ einfach erfüllt. Gegen die Indians war dann aber kein Kraut gewachsen - der zwischenzeitliche Regen half dann auch nicht wirklich weiter. Letztlich war über die Saison ein Team klar besser. Logische Folge: Vizemeistertitel.
 
3. (3) Styrian Studs
Trotz abfallender Leistung im Vergleich zu den letzten Jahren (wen wundert’s, nach dem Rückzug von Star-QB Philipp Pölzl, der die zuletzt schwächelnde Defense „durchschleppte“), hatte man bis zuletzt noch die Chance auf die Byeweek. Doch in Wahrheit war da auch eine ordentliche Portion Glück mit dabei. Einige Spiele hätten durchaus auch anders ausgehen können. Mit sechs, sieben Spielern kann man sich auf Dauer nicht an der Spitze halten - es war davon auszugehen, dass zumindest am Finaltag noch einmal alles aufgeboten wird um zum letzten Halali zu blasen bevor die große Umbruch kommt. Mit den Saints hatte man in der Wild Card nicht den einfachsten Gegner - im Normalfall waren aber keine Probleme zu erwarten.
Flag Bowl: Mit einem blauen Auge haben die Studs die Erfahrung gemacht, dass man auch in der Wild Card Runde erst einmal gewinnen muss. Dies gelang zwar, aber man hatte es sich wohl leichter vorgestellt. Gegen die Panthers war dann aber deutlich Endstation. Und das Spiel um Platz 3 hätte auch anders ausgehen können - wie oft man solche Spiele gegen die Cons allerdings noch gewinnt, steht in den Sternen…
 
4. (4) Vienna Constables
Mit einem durchwachsenen Start und einem guten Finish konnten sich die Cons in eine halbwegs gute Ausgangsposition bringen. Der Sieg zuletzt gegen die Panthers brachte Selbstvertrauen und der klare Erfolg gegen die Barracudas war ein Ausrufezeichen für das Wild Card Spiel. Bis auf die Indians hatten die Cons alle Playoff-Teilnehmer dieses Jahr geschlagen, brauchten also vor keinem Gegner Angst haben. Allerdings treffen sie mit den Klosterneuburgern im Halbfinale auf einen Gegner, der die Titelchancen doch deutlich minimiert - ohne einen guten Gameplan samt perfekter Exekution standen die Vorzeichen schwierig da vorbei zu kommen.
Flag Bowl: Anders als im Vorjahr wurde das Wild Card Spiel zur eindeutigen Angelegenheit zu Gunsten der Constables - und es lief nicht einmal alles plangemäß. Entsprechend vorbereitet ging es gegen die Indians und nach den ersten Drives sah es gar nicht schlecht aus. Die Chancen waren da, wurden jedoch leider nicht genutzt. Und viele Chancen bekommt man gegen die Niederösterreicher nicht. So wurde die Differenz immer größer und das Spiel war aus Sicht der Cons zu früh entschieden. Die Bronze-Medaille hing aber bei weitem nicht zu hoch und so griff man gegen die Studs voll an. Das Shootout zwischen gleichwertigen Teams ging dann in letzter Sekunde an die Steirer, aber es war ein typischer Münzwurf…
 
5. (5) Barracudas
Der Aufsteiger im Wild Card Spiel. Vor Saisonbeginn hatte das PR die Barracudas noch als Fixabsteiger auf der Rechnung. Doch die Raubfische rangierten zwischenzeitig sogar lange auf Platz 4 und hatten mit der Relegation de facto nicht viel zu tun. Insgesamt eine ambitionierte Vorstellung, jedoch ging dann am Ende etwas die Luft aus. Ob die Niederlage zuletzt gegen die Cons in diesem Ausmaß vielleicht nur taktisch war, stand zumindest im Raum. Man musste sich aber noch einmal deutlich steigern, um über die Wild Card hinauszukommen. Doch unabhängig des Ausgangs der Playoffs, die erfolgreiche Debutsaison in der FLA ist jedenfalls in den Büchern.
Flag Bowl: Dass man die großen Vier ärgern kann, hatte man gesehen. Wenn es dann um was geht, fehlten aber die Reserven, die bei den Cons noch vorlagen. So war es ein kurzer Auftritt in der Postseason, aber wie gesagt: Das Erreichen in der ersten Saison kann jedenfalls schon als großer Erfolg gewertet werden.
 
6. (6) DeLaSalle Saints
Eine ähnliche Story wie bei den Barracudas. Nach einer schwachen ersten Saison, in der man gerade so der Relegation entkam, startete man in Strebersdorf durch und sicherte sich in Woche 8 den Playoff-Einzug. Nach einem Zwischenhänger in der Jahresmitte, sah es zuletzt etwas besser aus als beim zweiten Überraschungsteam. Und als sechster traf man auf die Studs, die im Gegensatz zu den Cons vielleicht nicht so im Aufwärtstrend waren. Und es wird gut gearbeitet, sodass mit den Saints zu rechnen war.
Flag Bowl: Die Cinderella-Geschichte stand bis fast zum Ende noch offen da. Letztlich mussten die Studs alle Erfahrung und Können aufbieten um den Playoff-Neuling in die Schranken zu weisen. Doch es war denkbar knapp und zeigte, dass die Saints absolut in der Lage sind in einem Spiel ein sehr, sehr unangenehmer Gegner sein zu können. Alles in allem eine sehr gelungene zweite Saison, die generell als die schwierigste für einen Aufsteiger gilt.
 
7. (7) Dark Angels
Die Angels hatten bis zuletzt noch die Playoff Chance. Die 1-Punkt-Niederlage gegen die Steelsharks war aber dann gleich das Ende aller Hoffnung, da half auch der Sieg gegen die Barracudas nichts mehr. Wie schon das ganze Jahr sah man bei den Angels wieder die fehlende Beständigkeit und einen Plan hinter dem Talent. Man kommt nicht darum herum zu sagen, dass da mehr drinnen war. So reichte es weder für die Postseason noch schlitterte man in die Relegation - immerhin eine Verbesserung zum Vorjahr. Trotzdem, mit etwas mehr System hätte man eine andere Rolle in diesem Jahr spielen können.
 
8. (9) Steelsharks Traun
Der zweite Heimspieltag begann einmal denkbar schlecht mit der Niederlage gegen die Vipers und die Steelsharks standen mit dem Rücken zur Wand was die Relegation anging. Die Vikings wurden dann erwartungsgemäß geschlagen, aber das Spiel gegen die Angels war dann auf des Messers Schneide. Alles was man braucht, ist ein Punkt mehr als der Gegner. Und die Trauner schafften genau das. Dieser eine Punkt und Sieg sparte ihnen in letzter Sekunde die Relegation und die Saison endete erneut im Niemandsland. Zwischen einem durchaus guten Start ins Jahr und dann einem notwendigen, starken Finish war viel Leerlauf, bei dem man auch etwas ratlos wirkte. 
 
9. (8) Vienna Vipers
Man gewann den direkten Vergleich gegen die Trauner, konnte gegen die Indians nicht gewinnen und musste dann zusehen, wie der Konkurrent mit einem Sieg vorbeizog. So landeten die Vipers zu ersten Mal in der Relegation und man weiß eigentlich nicht recht, wie es dazu gekommen ist. Selbst der katastrophale Saisonstart, wo so gar nichts gelingen wollte, schien zwischenzeitig vergessen und der Weg war gut. Doch dieses Jahr schien einfach nicht das Jahr der Vipers zu sein. In der Relegation startete man dennoch als Favorit und sollte im Normalfall keine Probleme haben.
Relegation: Wie erwartet hatte keiner der drei Herausforderer etwas gegen das A-Game der Vipers entgegen zu setzen. Drei Siege in drei Siegen bedeuteten den klaren Verbleib in der FLA und man wird die Saison nun endgültig abhaken. Das Pech aus 2016 wird sich wohl nicht so schnell wiederholen.
 
10. (10) Vikings Flag
Schlimmer ging’s nimmer - dachte man wohl bei den Vikings. Doch der letzte Spieltag belehrte sie eines besseren. Wacker kämpften fünf Wikinger gegen alle Wahrscheinlichkeiten. Dann drohte zwischenzeitig sogar der Ausfall eines Spielers - es konnten aber schließlich alle Spiele zu Ende gespielt werden. Geholfen hat es nichts, die Niederlagenserie setzte sich ungehindert fort - der Sieg vom Saisonbeginn schien eine gefühlte Ewigkeit weit weg. Die Relegation stand de facto schon länger fest. So gesehen hatte man hier einen gewissen Vorteil gegenüber den Konkurrenten…
Relegation: Am Ende nutzte alles nichts. Die Vikings konnten dem Trend nichts entgegen setzen und verloren auch in der Relegation alle Spiele. Dies ist gleichbedeutend mit dem Abstieg in die FLA2. Damit verliert die FLA ein Gründungsmitglied und das letzte Team, welches an einem Tackle-Stammverein hängt.

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Cons #11

Cons #11

Seit nunmehr rund zehn Jahren ist der Autor im Flag Football Sport aktiv und hat dabei fast alle nennenswerten Positionen bekleidet – sowohl auf als auch neben dem Platz. Noch länger verfolgt er die NFL und ist überdies seit einigen Jahren auch im College Football zu Hause.

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